Mit dem Inkrafttreten des Landeskrebsregistergesetzes vom 01. Januar 2016 wurde gleichzeitig ein neues Abrechnungsverfahren der Meldevergütungen implementiert.

  • Bislang wurden für rein epidemiologische Meldungen Aufwandsentschädigungen in Höhe von 5,11 Euro vom Land bezahlt. Zukünftig werden die Meldevergütungen, die aufgrund des vermehrten Dokumentationsaufwands höher ausfallen, von den Krankenkassen getragen. Darum sind die Angaben zur Versicherung der Patientin und des Patienten (Name der Krankenkasse und Kassen-Nr./ Institutskennzeichen der Kasse/ IK-Nummer und Versicherten-Nr. des Patienten/ der Patientin) verpflichtend. Ohne diese Angabe kann keine Meldevergütung ausgezahlt werden!

  • Weiterhin weisen wir Sie darauf hin, dass für jede meldende Einrichtung nur ein gemeinsames Institutskonto angelegt wird, auf das dauerhaft die Meldevergütung überwiesen wird. Auch wird künftig eine verantwortliche Person je Melder namentlich festgelegt, der/die ebenfalls mit ihren Stammdaten bei uns hinterlegt wird.
  • Aufgrund der Umstellung auf das elektronische Verfahren wird es zu Verzögerungen bei der Auszahlung der Meldevergütungen kommen. Die Meldevergütung wird Ihnen gegen Ende dieses Jahres rückwirkend für 2016 für alle abgegebenen Meldungen ausgezahlt. Diese Beträge werden also lediglich gestundet, bis die technischen Voraussetzungen sowohl bei uns, als auch bei den Krankenkassen für die Berechnung und Auszahlung der Meldevergütungen vorliegen. Die Meldevergütung wird nur von den Kassen gezahlt, dort wird auch über die Höhe der Auszahlung entschieden. Das Krebsregister übernimmt lediglich die Administration und die Aggregation der Beträge nach Melder.
  • Wir bitten Sie, die im Landeskrebsregistergesetz (LKRG) festgelegte Meldefrist von vier Wochen zu beachten.