Datenauswertung

Hier finden Sie alle Auswertungen und Berichte vom Krebsregister Rheinland-Pfalz.

 

Neben den jährlichen Berichten zur Gesamtauswertung der erfassten Daten erhalten die Melder Auswertungen für ihre eigene Einrichtung, unter anderem:

  • zur Datenqualität der gemeldeten Daten (im Vergleich zu allen gemeldeten Daten in Rheinland-Pfalz) und
  • aggregierte graphisch veranschaulichte Darstellungen zu Diagnosen, Alter, Geschlecht und Wohnort der jeweils gemeldeten Patienten

Zusätzlich ergeben sich durch die Auswertung von klinischen Daten nun völlig neue Möglichkeiten der Darstellung und Auswertungen. Beispielsweise konnten wir im Jahr 2018 erstmals Patientenströme  (bezogen auf verschiedene Entitäten) in Rheinland-Pfalz auswerten. Sie zeigen den Weg vom Wohnort des Patienten zum Zeitpunkt der jeweiligen Meldung auf Kreisebene zum Behandlungsort auf Ebene der Gemeinden. Beispiele dafür finden Sie in unserem Jahresbericht 2018/19 (ab S. 20).

Was langfristig für die Klinischen Krebsregister ein entscheidender Vorteil zur Unterstützung der Heilbehandlung von Patienten sein wird, ist die Möglichkeit, dass erstmals der prozessuale Versorgungsgedanke abgebildet werden kann, anstelle von Strukturbetrachtungen.


Ziel der Krebsregistrierung gemäß dem KFRG ist es, mit den Daten des Krebsregisters die onkologische Versorgung, insbesondere die Behandlung der Tumorpatienten, zu verbessern. Daher stellen wir Ihnen unsere Daten in Form von personenbezogenen Datenlieferungen, landesspezifischen und einrichtungsbezogenen Auswertungen zur Verfügung. Außerdem arbeiten wir eng mit den Zentren in der Onkologie zusammen.


Die Lieferung von personenbezogenen Daten aufgrund von § 13 (1) LKRG kann nur aufgrund einer schriftlichen Anforderung erfolgen. Bitte beachten Sie eine Vorlaufzeit von 3 Monaten zwischen Eingang Ihrer Anfrage und der Datenlieferung.

Für die Bearbeitung einer Anfrage bezüglich der Lieferung von personenbezogenen Daten ist das Vorliegen einer Kooperationsvereinbarung zwischen dem entsprechenden Organkrebszentrum des Antragstellers und dem Krebsregister Rheinland-Pfalz Voraussetzung. Die inhaltlichen Bestimmungen der Kooperationsvereinbarung können hier nachgelesen werden:

Kooperationsvereinbarung

Aktuell können die Daten einmal im Jahr angefordert werden. Für die Zukunft planen wir, dass Sie die Daten jederzeit selbstständig über das Melderportal abrufen können.

Bitte beachten Sie, dass wir patientenbezogene Daten mit Leistungsdatum ab 01.01.2016 (Inkrafttreten des LKRG) zurückliefern.

Nur der Hauptverantwortliche für die entsprechende Melder-ID ist befugt, personenbezogene Daten beim Krebsregister Rheinland-Pfalz anzufordern und in Empfang zu nehmen.

Falls Sie als Hauptverantwortlicher der Melder-ID dies an jemanden anderen in Ihrer Institution, z.B. an den datenverarbeitenden Mitarbeiter, delegieren möchten, können Sie mit folgendem Vordruck eine ihren Wünschen entsprechende Vollmacht erteilen:

Vordruck Vollmacht

Das angeforderte Datenpaket kann nur einmalig versendet werden, entweder an Sie als Hauptverantwortlichen der Melder-ID oder an Ihren Bevollmächtigten.

Bitte beachten Sie beim Herunterladen, Speichern und Öffnen der personenbezogenen Daten die datenschutzrechtlichen Vorschriften. Nach Übergang der Daten an den Empfänger ist die Haftung der Krebsregister RLP gGmbH ausgeschlossen.

Das Formular zur Anfrage der personenbezogenen Datenlieferung können Sie hier abrufen:

Antrag zur Datenlieferung

Die aktuellste, landesspezifische Auswertung finden Sie hier:

Auswertung 2018

Weitere Auswertungen zeigen wir in unserer jährlichen Landesweiten Qualitätskonferenz. Unter nachfolgendem Link gelangen Sie zum Rückblick der Qualitätskonferenz im Dezember 2018.

Landesweite Qualitätskonferenz 2018

Die Intention unserer Rückmeldungen an die meldenden Ärzte ist es, langfristig die Datenqualität im Krebsregister Rheinland-Pfalz auf Meldungsebene gemeinsam zu optimieren. Für dieses Ziel konnten wir bereits mehr als 200 Meldern eine einrichtungsbezogene Auswertung zur Verfügung stellen, in denen insgesamt weit über 160.000 Einzelmeldungen berücksichtigt wurden. Mit unserer dritten Reportingwelle in diesem Frühjahr werden wir bis zu 500 Melder mit einrichtungsbezogen Auswertungen unterstützen.

In Zukunft ist es unser Bestreben zusätzlich einrichtungsbezogene Überlebenskurven, leitlinienbasierte Qualitätsindikatoren und Berechnungen zu anderen wichtigen Fragestellungen für unsere Melder bereit zu stellen.

Muster einrichtungsbezogene Auswertungen

Wir begrüßen die enge Zusammenarbeit mit den Zentren in der Onkologie in Rheinland-Pfalz, welche in unserer Kooperationsvereinbarung festgehalten ist.

Kooperationsvereinbarung

Wenn Sie als Zentrum eine Kooperation mit uns eingehen möchten, füllen Sie das Vertragsformular am PC aus und drucken dieses in zweifacher Ausführung. Nach erfolgter Unterschrift durch die Verantwortlichen in Ihrem Hause, schicken Sie bitte beide Exemplare zur Gegenzeichnung per Post an nachfolgende Adresse:

Krebsregister Rheinland-Pfalz gGmbH
z.H. Christiane Hartmann
Große Bleiche 46
55116 Mainz

In Kürze erhalten Sie Ihre Kooperationsvereinbarung zurück.

PD Dr. Christina Justenhoven
Teamleiterin Datenauswertung und Reporting

Christiane Hartmann
Datenauswertung und Reporting


"Die Qualitätssicherung durch klinische Krebsregister bildet durch die Darstellung des gesamten Krankheitsverlaufes zum ersten Mal den prozessualen Versorgungsgedanken ab, anstelle von Strukturbetrachtungen. Dies können nur die flächendeckenden, klinischen Krebsregister in den Bundesländern auf Basis des Krebsfrüherkennungs- und -registergesetzes."

Dr. Johannes Bruns, Generalsekretär Deutsche Krebsgesellschaft e.V.

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