Die klinische Krebsregistrierung erfolgt gemäß § 65c Abs. 1 Satz 3 SGB V flächendeckend sowie möglichst vollzählig auf der Grundlage des bundesweit einheitlichen Datensatzes der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Tumorzentren e.V. und der Gesellschaft der epidemiologischen Krebsregister in Deutschland e.V. (ADT/GEKID-Basisdatensatz) zur Basisdokumentation für Tumorkranke und ihn ergänzender Module in der jeweils aktuellsten im Bundesanzeiger veröffentlichten Fassung.


Die Datenübermittlung an die Kostenträger erfolgt ausschließlich über das DTA-Verfahren. Bevor die Meldungen an die Kostenträger weitergeleitet werden, erfolgt im Krebsregister eine Vollständigkeitsprüfung der Pflichtangaben zur Versicherung der Patienten (Name der Krankenkasse und Kassen-Nr./ Institutskennzeichen der Kasse/ IK-Nummer und Versicherten-Nr. des Patienten) sowie eine Prüfung zur Vergütungspflicht.

Für die schnelle Bearbeitung der Rückmeldungen der Kostenträger sind folgende Voraussetzungen erforderlich:

  • Beanstandungen müssen elektronisch per DTA-Verfahren an das Krebsregister übermittelt werden.
  • Die formellen Anforderungen (z. B. Aufbau der Rechnungsnummer) gem. Protokollnotiz der Technischen Kommission klinische Krebsregister sind zu beachten.
  • Nach Ablauf der 31-tägigen Prüffrist sind keine Beanstandungen mehr möglich.

Datenschutz spielt im Krebsregister eine sehr wichtige Rolle. Daher dürfen keine personenbezogenen Daten auf Zahlungsavisen und in Überweisungstexten genannt werden.

Meldevergütung

Nachdem die Meldungen im Krebsregister Rheinland-Pfalz eingegangen und geprüft sind, werden diese nach Kostenträger aggregiert. Die vergütungsrelevanten Meldungen werden an die Kostenträger weitergegeben. Dort werden diese geprüft und es wird über die Höhe der Auszahlung entschieden. Die Prüfung muss innerhalb von 31 Werktagen erfolgen.
Die Meldevergütung für die angenommenen Meldungen wird an das Krebsregister überwiesen und dort nach Melder zusammengeführt. Es erfolgt die Überweisung der Meldevergütung an die Melder.

Fallpauschale

Mit dem Inkrafttreten des KFRG § 65c SGB V besteht für die gesetzlichen Krankenkassen die Verpflichtung, für jeden neu aufgetretenen Tumor eine Fallpauschale an das Krebsregister zu zahlen. Für das Jahr 2018 beträgt die Höhe dieser Fallpauschale 131,18 €.


FAQ

Nein, die Meldevergütung ist nicht umsatzsteuerpflichtig, da sie Teil der Heilbehandlung ist (laut Schreiben des BMF vom 24.09.2016).

Ja, wenn in paarigen Organen jeweils ein Tumor vorhanden ist.

Nein, der Zahlungseingang im Krebsregister muss den einzelnen Forderungsnummern entsprechen.

Beanstandungen dürfen nur auf elektronischem Weg über das DTA-Verfahren an das Krebsregister übermittelt werden.


Ilka Heyberg
Sachbearbeiterin Abrechnung

Tel.: 06131 / 97175 – 72

Christina Kurtz
Sachbearbeiterin Abrechnung

Tel.: 06131 / 97175 – 73