CAESAR: Langzeit-Lebensqualität nach Brust-, Kolorektal- und Prostatakrebs

Um das Wissen hinsichtlich der Langzeit-Lebensqualität von Krebspatienten zu erweitern, führte das Deutsche Krebsforschungszentrum in Kooperation mit sechs ausgewählten Krebsregistern der Länder die CAESAR-Studie durch. „CAESAR“ steht für „Cancer Survivorship – a multi-regional population-based study“. Die Studie wurde durch die Deutsche Krebshilfe gefördert und soll dazu beitragen,

  1. die langfristigen Folgen einer Krebserkrankung und ihrer Behandlung besser zu verstehen
  2. Ansätze zur Prävention langfristiger gesundheitlicher Einschränkungen zu entwickeln und
  3. die Versorgung und Gesundheit von Langzeitüberlebenden zu verbessern.

An der Studie haben über 6.000 Personen mit einer mindestens fünf Jahre zurückliegenden Diagnose von Brust-, Darm- oder Prostatakrebs teilgenommen. In Rheinland-Pfalz beteiligten sich 350 Ärzte an der Studie. Von den rund 1.760 kontaktierten Patienten haben in Rheinland-Pfalz ca. 750 an der Befragungsstudie teilgenommen.

Die erste Erhebung dieser Studie ist bereits abgeschlossen und viele wertvolle Ergebnisse wurden veröffentlicht [P1-P9]. Im Durchschnitt beurteilten die Langzeitüberlebenden ihre globale Lebensqualität genauso gut wie die deutsche Allgemeinbevölkerung. Jedoch erlebten die Krebspatienten mehr Symptome und funktionelle Einschränkungen.

Besonders die soziale Funktionsfähigkeit wurde von den Studienteilnehmern schlechter eingestuft. Brust-, Darm- und Prostatakrebspatienten gaben eine vergleichbar gute globale Lebensqualität an. Unterschiede bei der Inanspruchnahme psychoonkologischer Beratung konnte für unterschiedliche Patientengruppen und verschiedene Angebotsformen nachgewiesen werden [P3, P4]. Inzwischen erfolgt eine Folgeuntersuchung der Teilnehmer, die dazu ihr Einverständnis gegeben hatten. Dadurch werden weitere wertvolle Längsschnittdaten erhoben.

[Literaturhinweise finden Sie im Gesamtbericht]

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