Pilotstudie zur Registrierung von nicht-melanotischen Hauttumoren im Krebsregister Rheinland-Pfalz

Innerhalb der ICD-Gruppe nicht-melanotischer Hauttumoren (ICD-10 C44) sind viele therapeutisch und prognostisch völlig verschiedene Tumorentitäten zusammen gefasst. Nach dem Krebsfrüherkennungs- und -registergesetz (KFRG) sind diese Tumoren aus der Finanzierung der klinischen Krebsregistrierung durch die Krankenkassen ausgenommen. Die rein epidemiologische Registrierung, d.h. die Erfassung nur des ersten Tumors pro Person, der häufig multipel auftretenden nicht-melanozytären Hauttumoren, bildet weder die Krankheitslast in der Bevölkerung noch den therapeutischen Aufwand durch die Dermatologen ab.

In Rheinland-Pfalz erfolgt seit dem 01.09.2017 im Rahmen einer zweijährigen Pilotstudie eine klinisch-epidemiologische Registrierung nach dem ADT/GEKID-Basisdatensatz von seltenen nicht-melanozytären Entitäten und Risikotumoren analog zu allen anderen mit dem GKV-Spitzenverband abgestimmten Tumor-entitäten. Diese Regelung umfasst Plattenepithelkarzinome mit erhöhtem Metastasierungsrisiko (Tumordicke >5mm), Merkelzell- Karzinome, maligne Histiozytome und einige weitere seltene maligne Hauttumore. Plattenepithelkarzinome bis 5mm Tumordicke und Basalzellkarzinome werden nicht registriert. Das Projekt beruht auf einer Kooperation zwischen dem Land Rheinland-Pfalz, der Hautklinik der Universitätsmedizin Mainz und dem Berufsverband der Dermatologen in Rheinland-Pfalz.

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