Inzidenz von Sarkomen und histologischen Subtypen in Deutschland

Sarkome sind selten (Weichteilsarkome < 1%, Knochensarkome 0,02% aller invasiven Krebsarten) und sehr heterogen in ihrem histologischen Erscheinungsbild. Bislang gab es für Deutschland keine Publikation der epidemiologischen Krebsregister von Zahlen zur Epidemiologie von Sarkomen. Auswertungen zu dieser Entität sind in der Routineberichterstattung sowohl in den Jahresberichten der einzelnen Register als auch in „Krebs in Deutschland“ nicht vorgesehen.

In Kooperation mit dem Sarkomzentrum des Universitätsklinikums Mannheim und dem Gerhard-Domagk-Institut für Pathologie (GDI) am Universitätsklinikum Münster wurden die gepoolten Daten aller deutschen Krebsregister analysiert. Alle bösartigen Sarkome entsprechend der WHO-Klassifikation und des RARECARE Projektes [33] für das Diagnosejahr 2013 wurden analysiert, darüber hinaus auch die Gastrointestinalen Stromatumoren (GIST) unsicheren Verhaltens. In Deutschland wurden im Jahr 2013 6.846 Sarkomfälle neu diagnostiziert (3.404 bei Männern, 3.442 bei Frauen) und an epidemiologische Krebsregister gemeldet (ohne Baden-Württemberg). Die altersadjustierte Inzidenz (Europastandard) betrug damit 7,4 (Männer) bzw. 6,6 (Frauen) pro 100.00 Einwohner. In ungefähr 70% der Fälle handelte es sich um Weichteilsarkome, ca. 22% GIST und etwa 9% Knochensarkome [P14].

[Literaturhinweise finden Sie im Gesamtbericht]

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