Das Infoblatt zu "Meldungen von Hauttumoren" finden Sie hier.


Modellprojekt in Rheinland-Pfalz zur Registrierung von nicht-melanotischen Hauttumoren

Das erfolgreiche Modellprojekt zur „Registrierung von nicht-melanotischen Hauttumoren“ wird über den 31.08.2019 hinaus verlängert. Die Fortführung der Änderung gegenüber den Vorgaben im LKRG zur Registrierung nicht-melanotischer Hauttumoren geschieht weiterhin mit dem Einverständnis des Ministeriums für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie (MSAGD) in Rheinland-Pfalz für die verlängerte Projektlaufzeit vom 01.09.2019 bis zum 31.08.2024.
Für Dermatologen ergeben sich damit keine Änderungen bei der Meldung von Diagnose, Therapie und Verlauf epithelialer Hauttumoren. 

In Rheinland-Pfalz ist im Rahmen einer Pilotstudie ab dem 01.09.2017 eine Registrierung ausgewählter epithelialer Hauttumoren analog zur Erfassung des malignen Melanoms und seiner Vorstufen gestartet.

Im Einzelnen wird eine klinisch-epidemiologische Registrierung nach dem Onkologischen Basisdatensatz von seltenen nicht-melanozytären Entitäten und Risikotumoren analog zu allen anderen mit dem GKV-Spitzenverband abgestimmten Tumorentitäten erfolgen. Diese Regelung umfasst folgende Erkrankungen:

1.

•    Plattenepithelkarzinome mit erhöhtem Metastasierungsrisiko (Tumordicke > 5mm)*
•    Merkelzell-Karzinome
•    Malignes fibröses Histiozytom, Pleomorphes dermales Sarkom NOS
•    Dermatofibrosarkoma protuberans
•    Andere seltene maligne Hauttumore, z.B.

  • Primäres Angiosarkom der Haut
  • Extramammärer M. Paget der Haut
  • verschiedene weitere Adenokarzinome

* Bis zur Veröffentlichung des organspezifischen Moduls „Malignes Melanom“ im Bundesanzeiger in Ergänzung des Onkologischen Basisdatensatzes, muss die Angabe der Tumordicke durch Kopie des pathologischen Befundberichtes zum OP-Präparat bestätigt werden. Eine entsprechende Befundkopie ist der Meldung beizulegen.

2.    Plattenepithelkarzinome bis 5mm Tumordicke und Basalzellkarzinome werden nicht mehr registriert.
3.    Frühformen (in situ-Karzinome) nicht-melanotischer Hauttumoren werden nicht erfasst.
4.    Das primäre Kaposi-Sarkom der Haut, Cutane T-Zell-und B-Zell-Lymphome sind ohnehin Teil der klinischen Krebsregistrierung nach KFRG.
5.    Hautmetastasen von extrakutanen Tumoren werden regulär erfasst bei der jeweiligen betroffenen Tumorentität des Primärtumors,  können aber für Auswertungen isoliert betrachtet werden.

Schreiben von Staatssekretär Dr. Alexander Wilhelm (Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie) zur Verlängerung des Modellprojekts

Schreiben von Staatssekretär David Langner (Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie) zur Pilotstudie
 

Bitte unterstützen Sie uns bei der klinischen Registrierung der o.g. Hauttumore im Rahmen unseres Modellprojekts.