Seit Inkrafttreten des Landeskrebsregistergesetzes Rheinland-Pfalz am 01.01.2016 sind alle in Rheinland-Pfalz onkologisch tätigen Einrichtungen dazu verpflichtet, Informationen zur onkologischen Behandlung an das Krebsregister zu melden. Einrichtungen, die Daten aus zurückliegenden Jahren (01.01.2016 bis heute) noch nicht übermittelt haben, sind bei Vorliegen einer meldepflichtigen Krebserkrankung zur nachträglichen Meldung aufgefordert. In diesem Zusammenhang kann das Krebsregister auch gezielt eine Aufforderung zur Nachmeldung an Ihre Einrichtung stellen.


Krebserkrankungen bilden die zweithäufigste Todesursache in Deutschland. Aus diesem Grund ist das Ziel der Krebsregistrierung die Vollzähligkeit und Vollständigkeit der Daten und dadurch die Verbesserung der Erforschung und Behandlung von Krebserkrankungen durch die Optimierung von Krebstherapien.

Vollständigkeit: Alle zu einem registrierten Krankheitsfall vorliegenden Daten wurden an das Krebsregister übermittelt.

Vollzähligkeit: Es wurden Daten zu allen in Rheinland-Pfalz behandelten Krebspatienten übermittelt.

Wirken Sie an der Versorgung von Krebspatienten mit?

  • Falls ja, ist Ihre Einrichtung zur Meldung verpflichtet.

 

Sind Sie Chefarzt, Institutsleiter, Inhaber einer Praxis o. Ä.?

  • Falls ja, sind Sie für die Erfüllung der Meldepflicht Ihrer Einrichtung verantwortlich.
  • Auch Hausärzte unterliegen der Meldepflicht, falls Meldeanlässe vorliegen. Weitere Informationen finden Sie in unseren FAQ zum Thema Hausärzte.

Häufig gestellte Fragen

Bei technischen Problemen im Zuge der Meldungsübermittlung haben Sie folgende Unterstützungsoptionen:

Meldung über das Melderportal:

  • Setzen Sie sich bitte telefonisch unter der Rufnummer 06131 / 97175-75 mit uns in Verbindung. Wir kümmern uns um die Behebung des Problems.

Meldung über eine Schnittstelle:

  • Setzen Sie sich bitte mit dem Softwarehersteller Ihrer Schnittstelle in Verbindung.
    Bitte informieren Sie uns zudem telefonisch unter der Rufnummer 06131 / 97175-75 über das vorliegende Problem.

Weitere Informationen finden Sie in den FAQ.

Der Tod eines an Krebs erkrankten Patienten ist meldepflichtig.

Falls Sie ausschließlich den Tod des von Seiten des Krebsregisters angefragten Patienten festgestellt haben und keine Informationen zur Erstdiagnose der entsprechenden Erkrankung haben, informieren Sie uns bitte telefonisch unter der Rufnummer 06131 / 97175-75.

Sie müssen keine Leistungen melden, die Sie nicht erbracht haben.

Das Krebsregister erhält einerseits Leichenschauscheine zu Patienten, die an einer Krebserkrankung verstorben oder erkrankt sind vom Statistischen Landesamt. Andererseits erhält das Krebsregister Meldungen von Pathologen, welche Informationen zum einsendenden Arzt der untersuchten Gewebeprobe übermitteln.

Bei Anfragen des Krebsregisters zur Vervollständigung der Tumorhistorie wird jeweils der auf dem Leichenschauschein angegebene zuletzt behandelnde Arzt oder der vom Pathologen angegebene Einsender der Gewebeprobe kontaktiert.

Falls Sie Pathologe sind, bitten wir Sie bei der Übermittlung von Einsenderdaten die Betriebsstätten Nummer (BSNR) und Lebenslange Arztnummer (LANR) des Einsenders zu übermitteln. Diese hilft uns den entsprechenden Einsender eindeutig zu identifizieren, so dass wir die Tumorhistorie schneller und gezielter vervollständigen können.

Für die Übermittlung Ihrer Meldung reicht das Diagnosejahr aus. Wenn Ihnen auch das Jahr der Erstdiagnose nicht vorliegt, können Sie keine Meldung an das Krebsregister machen.

Informieren Sie uns in diesem Fall bitte unter der Rufnummer 06131 / 97175-75.

Wenn ein Patient nicht in Ihrem System erfasst ist, informieren Sie uns bitte unter der Rufnummer  06131 / 97175-75.

In diesem Fall müssen Sie keine Meldung zum betreffenden Patienten machen.

Es kann vorkommen, dass das Krebsregister Anforderungen zu einem bereits gemeldeten Patienten an Sie stellt. Dies kann durch eine abweichende ICD-10-Kodierung, die zu einer falschen Tumorzuordnung der Meldung führt, zustande kommen.

Bitte informieren Sie uns in diesem Fall unter der Telefonnummer 06131 / 97175-75. Sie müssen die bereits übermittelten Meldungen nicht erneut an das Krebsregister senden.

Nein.

Behandlungen, die vor dem 01.01.2016 durchgeführt wurden müssen nicht an das Krebsregister gemeldet werden (Meldeanlässe). Diese werden auch nicht vergütet. Sollten Sie eine Anfrage zu einem Patienten erhalten, den Sie vor 2016 behandelt haben, informieren Sie uns bitte unter der Rufnummer 06131 / 97175-75.

Sie müssen diese Daten nicht nachliefern.


Ihre Ansprechpartnerin

Raja Schirrmacher
Tel.: 06131 / 97175-75